25. September 2024

Auge um Auge

Ich hatte einen guten Schlaf
Freunde in der Hütte brav
Gutes Frühstück will verzehren
Doch es gibt nur gute Beeren

Will doch undankbar nicht sein
Zwing mir diese Beere rein
Machen uns dann marschbereit
Für Frühstück bleibt da keine Zeit

Frage beide nach der Nacht
Diese nicht viel vorgebracht
Große Spuren waren da
Und zwei leuchtend Augenpaar

Hier und da noch ein Geknurre
Meinen Rucksack fest ich zurre
Reisen los und wenig später
Reiter nur ein Kilometer

Von uns entfernt – er reitet schnell
Vor uns wieder Wolfsgebell
Und Bewegung im Geäst
Uns das keine Ruhe lässt

Weiter geht es ohne Halt
Raureif, unnatürlich kalt
Kommen dann zur hohen Straße
Halin hebt dann seine Nase

Das Meer, es riecht nicht wie es soll
Der Geruch ist nicht so voll
Wie er hier sonst immer ist
Salzgeruch er hier vermisst

Und auch Algen riecht er nicht
Fragen prägen sein Gesicht
Wollen das genauer kunden
Haben noch ‘ne Spur gefunden

Die da führt von Süd nach Nord
Ziehen dann nach Süden fort
Niemand ist noch unterwegs
Voll die Straße sonst hier stets

Hufgetrappel kommt aus Nord
Setzten uns’ren Weg nicht fort
Kehren um zu versteh’n
Welche Dinge vor sich geh’n

Katzenreiter, acht auf Pferden
Kommen aus den nördlich Bergen
Sonne neigt sich ihrem Ende
Klampfe nehm‘ ich in die Hände

Halin grüßt dann den Besuch
Wilfinas riecht Blutgeruch
Stellen sich doch freundlich vor
Wollen nur zu Baldors Tor

Noch vor Wölfen wir sie warnen
Lässig sie zur Kenntnis nahmen
Ritten ohne Unterlass
Und ich bitte Wilfinas

Allein als Wolf er hinter lief
Und von da ging alles schief
Denn er dann entdeckte bald
Einen unnatürlich Wald

Treffpunkt vorher ausgemacht
Und schon bald kommt finst’re Nacht
Die Kälte ist uns nicht geheuer
Fachen schnell ein Lagerfeuer

Aus dem Norden eilt der Reiter
Und wir warten einfach weiter
Wolfinas aus der Botanik
Hört Pferde schrecken auf in Panik

Und Gefauche voller Wut
Wolfinas riecht frisches Blut
Ein Ast schwingt über ihn hinweg
Hat ihn beinah‘ weggefegt

Der Baum haut nochmal kräftig zu
Wolfinas dann flieht im Nu
Schwer verletzt er zu uns eilt
Sein Geheul uns dann mittteilt

Im Osten rote Augen tummeln
Halin hört auch Wölfe grummeln
Der Reiter kommt mit schnellem Schritte
Versuche eine Zauberhütte

Wilfinas zurückgehehrt
Riecht er noch Fhaonas Pferd
Halin warnt sie: „Kehre um!“
„Hier zu kämpfen wäre dumm“

Doch die Warnung kommt zu spät
Und sie in den Kampf gerät
Und auch wir ham kein Wahl
Meine Hand lässt einen Strahl

Und ich laufe auf sie zu
Halin springt dazu im Nu
Holt heraus die grüne Kling‘
Wolf sich mächtig Schaden fing

Dieser springt auf Halin auch
Teilt er aus ein‘ frostig‘ Hauch
Wilfinas das nicht geheuer
Zaubert eine Wand aus Feuer

Um Fhaona zu beschützen
Diese wird ihr kräftig nützen
Denn Wölfe ohne Unterlass
Gehen jetzt auf Wilfinas

Schaden nehmen noch durch Feuer
Diese zweie Ungeheuer
Wilfinas macht es ih’n schwer
Wandelt sich in eisig‘ Bär

Wir teilen weiter kräftig aus
Sehen doch zu uns’rem Graus
Wölfe sind noch gut dabei
Doch Wilfinas schlägt ein‘ zu Brei

Die Lage kippt, die Wölfe flieh‘n
Einer wird noch niederknie’n
Denn zweie meiner schaurig‘ Strahl‘
Treffen einen noch einmal

Dieser dann zu Boden fällt
Und die Wölfe nichts mehr hält
Ziehen fort mit schnellem Schritte
Endlich steht die Zauberhütte

Lassen uns in ihr hernieder
Lecken uns’re Wunden wieder
Wie soll das nur weiter geh’n
Können all das nicht versteh‘n

Halen Angstfuß

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